Nicht tieferlegen, sondern tiefer setzen ( sich selbst ) war das Ziel. Die Ausgangs " lage " ist allen bekannt.
Wenn man Störendes entfernt und nicht den Rahmen oder die Eingeweide verändern will, ist dies der tiefste Punkt.
Nur mit Luft aus den Reifen lassen kommt man noch tiefer.
Nun galt es Material und Höhenmillimeter - schonende Aufbauarbeit zu leisten um nicht direkt auf der Batterie zu sitzen. ( Sitzheizung ?, Bacon & Egg ? ). Eine erste Vorlage aus Pappe diente dazu sich der späteren Form anzunähern und um sie später auf geeignetes Trägermaterial zu übertragen. ( in meinem Fall wird es Blech sein, das habe ich bereits jahrelang an Autos verlötet )
von oben
von unten
Diese Form wird nun auf Blech übertragen und ausgeschnitten. erforderlich ist eine Blechschere oder Flex. Ich habe 1,5 mm Blech gewählt, da dies eine gewisse Steifigkeit mitbringt im Gegensatz zu 0,8 er Blech, was im Karosseriebau üblich ist und sich leichter verarbeiten läßt. Investition: 5 Euro für ein Reststück. Geeignetes Formwerkzeug ( Matra 08 / 15 - W3 gemäß Handbuch, kann bei mir ausgeliehen werden ) hilft, die Platte in Form zu bringen.
Die Kanten werden großzügig umgebörtelt, um noch Verhandlungsmasse zu haben, für die Feinabstimmung.
Die genaue Rundung kann man mit einer selbsterstellten Schablone ( im Internet runterladbar, Format *.passt ) vom Rahmen abnehmen und übertragen.
Die erste Anprobe.
Die Entfernung des Heckfenders ist dafür nicht unbedingt erforderlich, läßt das Fahrzeug aber schneller aussehen. Nach genauer Anpassung und Umbörtelung ( ist bei 1,5 mm Blech etwas schwieriger ), habe ich quer ein 3 mm Bandeisen, zur Verstärkung untergeschweißt.
Um von der Batterie frei zu kommen, habe ich an die Enden des Bandeisens jeweils einen Silentblock mit M 8 Gewinde ( Schwingelement )gesetzt. Er dient als Auflager für die originalen Stützpunkte rechts und links von der Batterie. Um die Verriegelung des Sitzschloßes wie beim Original zu ermöglichen dient ein Stück Gewindestange als Öse. ( s.Bild oben ) Es ist wichtig für den Komfort und die Tests, die überstehenden Gewindestücke auf der Oberseite zu kürzen. Die Muttern stören später nicht.
Als Polsterung dient 20 mm Moosgummi. Gibt es in Kiel z. B. bei Mordhorst & Bockendahl ( oder bei e Bay ) in der Größe 80 x 100 mm für 36 Euro und reicht für 3 bis 4 Sitze. Es sollten sich 2 zusammen tun oder weiß jemand, wofür man Moosgummi noch verwenden kann. Wichtig ist, das Moosgummi vor dem Verkleben mit Nitro zu reinigen, sonst klebt das Pattex ( www.pattex.de ) nur auf dem Blech und nicht auf dem Gummi. Bespannt wird mit Kunstleder, kostet beim Polsterer ca. 8 Euro. Der Bezugsstoff wird ebenfalls mit Pattex auf der Unterseite verklebt. Ich habe das Moosgummi für die Polsterung nur sehr wenig über die Blechplatte überstehen lassen, aber dies scheint mir auch ausreichend. Nach dem Abtrocknen kann der neue Sitz ausprobiert werden.
Materialkosten:
Blech
5,00 Euro
Moosgummi
9,00 Euro ( anteilig )
Bezugstoff
8,00 Euro
Kleinteile
3,00 Euro
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Gesamt: 25,00 Euro für ein Sitz
Das neue Fahrgefühl ist erstaunlich: Die Kurvenlage ist dramatisch anders, da der Schwerpunkt ( je nach Körpergewicht sind das 79 - 90 kg die jetzt tiefer sitzen ) deutlich weiter unten ist. Bessere Kurvenlage und zumindest für mich, eine bessere Lenkergeometrie. Neue Raiser sind jetzt nicht mehr nötig.
Aber der Bastler will weiter: Jetzt reizt der Heckfender.